Oktober-Ausgabe der “Titanic” mit Islam-Titel

Autor:  am 19.09.2012  |  Keine Kommentare    


19.09.2012

“Wir wollen uns zwei wichtigen Reizthemen der Zeit annehmen, einerseits der Islam-Schmähfilm, andererseits die Schmähperson Bettina Wulff” sagt Leo Fischer, Chefredakteur des Satiremagazins “Titanic” zu Radio HNA.

Der Titel der Oktober-Ausgabe wird lauten: “Der Westen in Aufruhr: Bettina Wulff dreht Mohammed-Film”.

Leo Fischer, Chefredakteur des Satiremagazins “Titanic”

Man soll Bettina Wulff in einer Szene sehen, die auf den umstrittenen “Innocence Of Muslims” – Film anspielt.

Mit dem Titel will das Magazin darauf aufmerksam machen, wie Islam-Filme die Öffentlichkeit gefährden, so Fischer. Der „Financial Times Deutschland“ soll eine Skizze des Titelbildes vorliegen, es zeigt Bettina Wulff  in den Armen eines islamischen Kriegers mit Turban und einem Schwert, der scheinbar den Propheten Mohammed darstellen soll.

Die ehemalige First Lady habe einen großflächigen und erotisch angehauchten Interessenkreis zu pflegen und man möchte auf diese Weise darauf hinweisen, wie Islam-Filme unsere Öffentlichkeit gefährden wenn Bettina Wulff in einem solchen Film auftritt.

Zum Inhalt der Oktober-Ausgabe, die am 28. September erscheinen soll, sagte Fischer: “Man erfährt alles über die islamistischen Anschläge in der arabischen Welt”. Diese will man in über 27 Artikeln in dem Heft bearbeiten. Außerdem wolle man “vor weiteren schlecht gemachten Schmähfilmen warnen, insbesondere davor, dass sich abgehalfterte Prominente nun auch noch über billige Islamkritik profilieren”. Das Buch von Bettina Wulff „Jenseits des Protokolls“ habe Fischer nicht gelesen, da er nicht darin vorkäme und dann kann es nicht interessant sein.

Im Jahr 2006 hatte die “Titanic” die Mohammed Karikaturen der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten übernommen.
Trotz heftiger Kritik von Seiten der Regierung hat jetzt das französische Satireblatt “Charlie Hebdo” neue Mohammed-Karikaturen gedruckt. Das führt dazu das am Freitag in 20 Ländern, französische Einrichtungen wie Botschaften, Konsulate und Schulen schließen. Die Regierung hat Angst, das die Freitagsgebete in der islamischen Welt in Proteste übergehen. Nach der Veröffentlichung der Karikaturen brach gestern die Internetseite der französischen Satire-Zeitung “Charlie Hebdo” zusammen. Die “Tinanic” wird diese Karikaturen nicht drucken, betont Fischer. Er zeigt sich jedoch solidarisch mit den französischen Kollegen: “Es ist Ihr gutes recht die Karikaturen zu drucken, um sich über Ihre Muslime lustig zu machen, genauso sollten wir uns über unsere Muslime lustig machen”.

Das Papst-Titelbild der Juli-Ausgabe hat eine Beschwerdewelle beim Deutschen Presserat ausgelöst. 180 Leser haben das Bild, das den Papst mit einer befleckten Soutane zeigt, in den vergangenen Wochen kritisiert.

Das Titelblatt der Juli-Ausgabe

Man wollte mit diesem Titel auf die “undichte Stelle” im Vatikan aufmerksam machen. Der Vatikan erreichte zunächst eine einstweilige Verfügung gegen den weiteren Druck des Titels. Die Titanic klagte dagegen und einen Tag vor Prozessbeginn in Hamburg, zog der Vatikan die einstweilige Verfügung zurück. Auf die Frage, ob Fischer noch mal etwas aus dem Vatikan gehört hat, sagte er: “Nein habe ich nicht. Der Papst hat jetzt wohl anderes zu tun, er hat ja kürzlich wieder zu Frieden aufgerufen. Er hat den Frieden mit der Titanic gefunden, er hat seinen Schwanz eingezogen und wenn er jetzt noch aufhört zu Puplizieren, oder sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, dann ist endlich Frieden in der Welt”.

Das Interview mit Leo Fischer zum Nachhören:


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